Wenn der Osterhase berufsunfähig wird

Oft sieht man Verträge bei Kunden und fragt sich, was zum Teufel denn der Vermittler sich dabei gedacht hat. Wie zB bei dieser jungen Dame: Fondsgebundene Rentenversicherung mit Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit und Berufsunfähigkeitsrente in Höhe von 900e bei einem Nettoeinkommen von knapp über 2.000e monatlich

Fehler #1: 40e Sparbeitrag reichen nicht aus, um ihre Rentenlücke zu schließen, realistisch sollten 100e bis 200e mtl gespart werden.

Fehler #2: 900e BUrente reichen nicht aus, um sie aus der Grundsicherung zu retten – genau genommen kürzt man sich selbst damit aktuell sogar Sozialleistungen weg (mehr dazu weiter unten).

Fehler #3: Die Hauptversicherung wird im BU-Leistungsfall nicht dynamisiert um die gestiegene Rentenlücke2 zu decken

Fehler #4: Die BUrente wird im BU-Leistungsfall nicht dynamisiert um einen Inflationsausgleich zu gewährleisten

Alles in allem einfach mal was verkauft ohne Sinn und Verstand, Hauptsache bisschen Provision abgezogen. Keines der Kundenprobleme wurde zufriedenstellend gelöst.

Wie sollte die perfekte Arbeitskraftabsicherung konfiguriert sein?


Schritt #1
: Man sollte immer eine BU-Rente in Höhe des mindestens für die Lebenshaltung benötigten Betrages wählen, sein persönliches Existenzminimum also. Da die versicherte BU-Rente NICHT netto ist – Kosten für Krankenversicherung, Pflegeversicherung und evtl Steuern fallen an – sollte man ein paar Hundert EUR höher gehen, um seinen gewünschten Nettoauszahlbetrag zu erhalten.

Schritt #2: Man sollte die BU-Rente immer mit Sparen kombinieren oder synchronisieren, denn I) eine Rentenlücke haben alle Arbeitnehmer und II) im Fall einer Berufsunfähigkeit wird diese Lücke sogar noch größer (Rentenlücke2) – abgesehen davon, dass das Ersparte bei Arbeitskraftverlust häufig nicht mehr weiterbespart und/oder sogar aufgebraucht wird.

Schritt #3: Im BU-Leistungsfall sollte die BU-Rente optimalerweise um mindestens 2-3% dynamisiert werden, weil I) die wenigsten Menschen es im Laufe der Jahre seit Abschluss der Versicherung schaffen, die BU-Rente im konstanten Verhältnis zu ihrem persönlichen Existenzminimum und/oder Einkommen zu halten und II) die Inflation der größte Gegner einer dauerhaft gleichbleibenden Auszahlung in Geld darstellt. Wer heute mit 2.000e netto auskommt, braucht in 10-15 Jahren unter Umständen schon 2.500e oder 3.000e um die gleiche Kaufkraft zu haben. 20 oder 30 Jahre später entsprechend noch mehr.

Schritt #4: Der Sparvertrag sollte im Fall der Berufsunfähigkeit kostenlos für den Kunden weiterlaufen (die Versicherung bespart die Altersvorsorge für den berufsunfähigen Kunden weiter = BU-Beitragsbefreiung) und jedes Jahr um 8-10% dynamisiert werden, um die wichtige Rentenlücke2 zu schließen.

Ja, aber warum all das?

 

Ganz einfach: Damit Berufsunfähigkeit nicht in die Armut führt.

Dass eine zu niedrige Rente direkt mit der Grundsicherung korrespondiert, ist den meisten Menschen klar. Wem das nocht nicht klar ist, sollte sich mit diesen Zahlen beschäftigen: Artikel bei N-TV, heute ebenso brandaktuell wie damals vor 5 Jahren.

Dass auch die beste Berufsunfähigkeitsabsicherung zu Altersarmut führt, haben die meisten Kunden und Vermittler noch nicht gecheckt. Darüber habe ich hier geschrieben: Welche Auswirkungen hat Berufsunfähigkeit auf die Rente?

Krass, oder?

Zurück zu unserer 25jährigen Dame. Sie verdient aktuell ja knapp über 2.000e netto monatlich. Im Alter bedeutet das rund 1.000e Rente von der Deutschen Rentenversicherung. Das bedeutet, sie sollte Altersvorsorge betreiben um ihr ganz persönliches Existenzminimum zu erreichen. Entweder nominell ohne Einrechnung einer Inflation (unrealistisch, ist aber günstiger) oder mit Einrechnung von Inflation (realistisch[er], führt aber zu schmerzhaft höheren Beiträgen). Mindestens müssen aber 700-1.000e zusätzliches Geld im Alter her.

Wenn sie heute oder morgen oder auch in 5-10 Jahren berufsunfähig wird, braucht sie zusätzlich 700-800e mehr im Alter weil sie ja durch die Berufsunfähigkeit nicht mehr in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen wird – oder zumindest nicht in dem Maße wie vor ihrem Arbeitskraftverlust. Das heißt, ihre Ansprüche bleiben auf dem heutigen oder morgigen Stand stehen. Also bei 200-300e Monatsrente laut aktuellem Rentenbescheid. Rentenlücke2 ist geboren. Um diese zusätzliche Lücke zu schließen müsste sie nun trotz Berufsunfähigkeit nicht nur ihre Altersvorsorge weiter besparen sondern die Sparbeträge auch spürbar erhöhen, unter Umständen auf das Doppelte oder mehr. Dass das nicht realistisch ist, sieht man täglich in der Praxis bei berufsunfähigen Menschen.

Genau DIESES Problem löst unser ganzheitliches Konzept der Arbeitskraftabsicherung mit Sparturbo.

Wenn die junge Frau nicht berufsunfähig wird, so profitiert sie von der tollen zusätzlichen Altersvorsorge und kann ihrer Rente mit Zuversicht entgegensehen. Wenn sie berufsunfähig wird, so hat sie eine starke Arbeitskraftabsicherung für ihr ganz persönliches Existenzminimum mit Anpassung an den Kaufkraftverlust der Zukunft sowie im Alter keine Sorgen, denn ihr Sparvertrag wird nicht nur beitragsfrei weitergeführt sondern sogar jährlich erhöht um ihre gemeine Rentenlücke2 im Alter zu decken. Somit kann sie in jedem Fall beruhigt ihrer Zukunft entgegensehen – alle Probleme gelöst.

Ein weiteres Mal zeigt: Wahl des Vermittlers entscheidet über Gedeih oder Verderb. Lass Dir keinen Bären als Osterhasen aufbinden!

Fazit:

Arbeitskraftabsicherung und Altersvorsorge sind Teil des gleichen Problems und sollten entsprechend auf einander abgestimmt werden.

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Über den Autor

Wladimir Simonov

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Wladimir Simonov ist nach der Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen (IHK) und dem Studium zum Finanzfachwirt (FH) seit 2005 als Versicherungsmakler und Honorarberater tätig. Er wohnt und arbeitet im Herzen von Landshut - mehr erfahren Sie auf der Startseite

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